Kritzeleien
Handhaben mit Nichtwissen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung haben den "Best Paper Award" der 11th International Conference on Computer Supported Collaborative Learning (CSCL 2015) am 11. Juni in Göteborg, Schweden erhalten. Die internationale, renommierte Konferenz findet alle zwei Jahre in den USA, Europa oder Asien statt und wird von der International Society of the Learning Sciences organisiert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tauschen dort Ergebnisse ihrer Forschungsarbeiten zum Thema technology-based collaborative learning aus: "CSCL concerns the nature of collaborative learning in technologically supported environments from empirical, theoretical, conceptual and design based approaches" (http://www.isls.org/cscl2015/). Das Konferenzthema der CSCL 2015 lautete: Exploring the Material Conditions of Learning. Der Titel unseres papers ist: Grappling with the Not-Yet-Known.

Kurzfassung: The importance of shared artifacts as means for learning has been widely acknowledged in the learning sciences as well as within the field of CSCL. However, there is no consensus on the actual roles these artifacts are playing in processes of (collaborative) knowledge creation. In this paper we argue that the prevailing theoretical accounts block sight for important epistemic processes and also hinder a deeper understanding of the material  qualities of use as they focus on the explication of what is known rather than on what is not known yet. Drawing on an ethnographic study in a design studio course on industrial design, we depict the use of design artifacts in a set of epistemic patterns. Based on the conclusion that these artifacts can be understood as objects used to come to terms with the unknown, we discuss potential implications for CSCL systems aimed to foster collaborative knowledge creation.

Richter, C., Allert, H., Albrecht, J., & Ruhl, E. (2015). Grappling with the Not-Yet-Known. In: O. Lindwall, P. Häkkinen, T. Koschman, P. Tchounikine, & S. Ludvigsen (Eds.) Exploring the Material Conditions of Learning: The Computer Supported Collaborative Learning (CSCL) Conference 2015, Volume 1 (pp. 284-291). Gothenburg, Sweden: The International Society of the Learning Sciences. proceedings

Third International Conference On Design Creativity



Vom 12-14 Januar fand am Indian Institute of Science in Bangalore die dritte internationale Konferenz um Thema Designkreativität statt. Gegenstand der Konferenz waren insbesondere Fragen zu den kognitiven, wie auch sozialen und kulturellen Grundlagen kreativer Designprozesse. Die Abteilung Medienpädagogik / Bildungsinformatik wurde durch einen Beitrag von Christoph Richter und Prof. Dr. Heidrun Allert vertreten. Der Beitrag unter dem Titel "Outline of a Practice-Oriented Perspective on Collaborative Creative Design" entwickelt ein alternatives Rahmenmodell zur Beschreibung und Analyse kreativer Prozesse und skizziert die sich daraus ergebenden theoretischen und methodischen Implikationen.

Link zur 3rd ICDC

Paper

Design orientierte Medienbildung - Oder: Neues Wissen durch Design?

Workshop FlensburgAm 29. November 2014 hatten die TeilnehmerInnen der Winter School „Medienbildung und Schulentwicklung“, die von der Universität Flensburg ausgerichtet wurde, die Möglichkeit, das Model Design als Untersuchung aus erster Hand zu erfahren. Als ein Programmpunkt der dreitägigen Veranstaltung luden Heidrun Allert und Sabine Reisas zu ihrem Workshop „Design orientierte Medienbildung - Oder: Neues Wissen durch Design?“ ein.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Gestaltung von Medien und deren Nutzung miteinander verwoben sind und wie Qualitäten von Medien in Lehr-/Lernkontexten entstehen. In einem Speed-Design Workshop erlebten die  TeilnehmerInnen zunächst den gesamten Gestaltungsprozess am Beispiel der Tätigkeit „Notizen machen“.
Anschließend erkundeten sie in kleinen Teams ihre eigenen Nutzungspraktiken und stellten sich die Frage nach der sinnvollen Gestaltung und dem kompetenten Einsatz von Werkzeugen und Medien in der Lehre. Abschließend diskutierten sie auf Grundlage ihrer im Verlauf des Workshops gesammelten Erfahrungen, welche Rolle »Design als Untersuchung« in konkreten Lehr-/Lernszenarien spielen kann.

 

Link zur Workshopbeschreibung

Link zur Winterschool

Weihnachten in der Medienpädagogik/Bildungsinformatik

Ein virtuelles Kaminfeuer auf dem Smartboard bereitete die passende Stimmung für ein gemeinsames Weihnachtskaffeetrinken inklusive Julklapp der Abteilung Medienpädagogik/Bildungsinformatik und den MitarbeiterInnen der Fachbibliothek Pädagogik. Im Anschluss daran konnte Eisstockschießen beim Eisfestival auf dem Kieler Rathausplatz ausprobiert werden, was allen großen Spaß gemacht hat.

Wir wünschen ein fröhliches Weihnachtsfest und ein schönes neues Jahr 2015!

Weihnachten in der Medienpädagogik/Bildungsinformatik
Winterschool "Assistive Thinking" im Lehre-Blog der CAU: Einfach gute Lehre

Der Weg ist das Ziel: In der medienpädagogischen Winter School zum Thema "Assistive Thinking" standen Erkenntnisprozesse im Vordergrund. Während der Designprozesse untersuchten Studierende, was im Rahmen technologischer Entwicklung als sozial wünschenswert gelten kann – und was nicht. Als Gerüst diente dabei das Konzept "Design als Untersuchung". Bildungsinformatikerin Sabine Reisas berichtet.

Lehre-Blog der CAU: Einfach gute Lehre

Verweis auf englische Version

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Was darf Kommunikationsguerilla?

Es gibt Ziele und Wege, also Zwecke und Mittel. Ziele sind normativ, also nie wertneutral, und bleiben oft implizit. Trotzdem können wir uns auf Ziele meist gut vereinbaren, wie: Gute Schule, lebenswerte Städte, weltweit Frieden, ressourcenschonende Produktion, persönlichkeitsförderliche Arbeitsgestaltung, Lebensqualität und Wachstum im Sterbeprozess. Wie man Ziele aber erreicht, darüber können wir schöner streiten. Gibt es in der guten Schule Noten oder nicht? Kann Frieden mit Aggression hergestellt werden? Auch Mittel sind legitim oder illegitim. „Wir wissen, dass bis heute die meisten unserer Schmerzen, Enttäuschungen, Niederlagen und Fehler auf den Gebrauch eines unzulänglichen Instruments zurückführen sind: die einseitige Demokratie“ so Saul David Alinsky, Erfinder einer politischen Mobilisierungs- und Kampagnenstrategie in den 1960er Jahren (2010/1964). Die Legitimität der MITTEL der Kommunikation diskutiert Lutz Mache im Beitrag „Das Phänomen Kommunikationsguerilla“.

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Erfahrungsbericht zur Winterschool "Assistive Thinking"

Im März 2014 führte die Abteilung Medienpädagogik/Bildungsinformatik im Rahmen des Moduls MP7: "Onlinebasierte Wissenspraktiken und Vernetzung" eine fünftägige Winter school durch. Ziel war es, sowohl das pädagogische Konzept "Design als Untersuchung" (design as inquiry) in der Lehre zu verankern, als auch soziale Implikationen der Verwobenheit von Mensch und Technologie auszuloten. Auf den folgenden Seiten berichtet Christoph Schröder (Master Student, CAU Kiel) von seinen Erfahrungen:

http://www.knowledge-through-design.uni-kiel.de/component/k2/item/194-winterschool2014experience